Neues aus dem MVZ

Gegen die Sprachlosigkeit in diesen Zeiten; ein paar Worte der Psychotherapeutin Tatjana Dressen

Traurigkeit, Angst, Wut, Enttäuschung all das durchlebe ich aktuell beim Beobachten der leeren Regale, des Verhaltens der Menschen, dem Verfolgen der Berichterstattung der Medien, usw. Die Nachrichten von den Schließungen von Geschäften, Kurzarbeit erzeugen Angst, Traurigkeit, Wut, Ohnmacht, angesichts dieser existenziellen Bedrohung für viele Menschen.

Gefühle verfälschen die Wahrnehmung, mal positiv, mal negativ und lassen Dinge oftmals unermesslich groß erscheinen. Traurigkeit lässt vieles ganz furchtbar und hoffnungs- und sinnlos erscheinen, Wut bindet ganz viel Aufmerksamkeit und lässt Ereignisse viel mächtiger erscheinen, Angst führt dazu, dass uns Ereignisse unüberwindbar und ausweglos erscheinen. Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, schrieb einmal:

Niemals sind wir ungeschützter gegen das Leiden, als wenn wir lieben, niemals hilfloser unglücklich, als wenn wir das Geliebte oder seine Liebe verloren haben.

Sigmund Freud (1856 - 1939)

Das Gefühl Liebe kann, wie alle Gefühle die Intensität unserer Wahrnehmung beeinflussen und uns das Gefühl von Glück und Schutz und tiefem Unglück und Hoffnungslosigkeit aufzeigen.

Wir alle haben in diesen Zeiten etwas verloren was wir lieben; alltägliche Gewohnheiten, unsere Sicherheit, den Kontakt und die Nähe zu Menschen.

Über whats app erreichte mich vor einigen Tagen ein Spruch, der sinngemäß lautete: „Distanz / Abstand ist die neue Nähe“.

Gefühle verzerren, verfälschen Ereignisse, und wir alle haben es in unserer „Hand“, es liegt in unsere Macht umzudenken, und in der gegebenen Situation innezuhalten und zu schauen, was von dem, das gerade scheinbar verloren scheint, doch noch da ist.

Meine Großmutter sagte zu mir, in den wenigen Momenten in denen Sie vom Krieg berichtete: „ Wenn es ganz furchtbar war, rückten wir alle näher zusammen. Wir hatten ja alles das gleiche Schicksal, keinem ging es wirklich anders. Nähe erzeugt Hoffnung und Wärme“.

Im Gegensatz zu meinen Großeltern haben wir den Vorteil der „neuen Medien“; wir können „Abstand“ halten und uns nahe sein.

Bleiben Sie sich nahe! Definieren Sie für sich Nähe neu. Wenn Sie ihre Gefühle und Sorgen miteinander teilen, wird das Gefühl alleine zu sein, einsam zu sein, viel kleiner. „Wir haben ja alles das gleiche Schicksal“. Es schenkt Ruhe und Geborgenheit zu wissen, dass da ein Mensch ist, der Sie versteht, genauso empfindet.

Halten Sie das Leben nicht an! Lassen Sie es weitergehen! Nur weil es jetzt gerade ein wenig ruht, ist es nicht vorbei. Planen Sie welchen Kinofilm Sie als nächstes schauen wollen, wann Sie Freunde, Familie wieder besuchen wollen. Und sollte dieser Termin noch nicht stattfinden können, dann verschieben Sie ihn wieder. Sie müssen das Gefühl „ in Zukunft geht das Leben wieder weiter“ am Leben erhalten. Schließen Sie sich mit Ihren Gedanken und Gefühlen nicht in sich ein; das erzeugt Einsamkeit, Traurigkeit, Angst und Wut.

Sie bestimmen Ihre Gedanken und Gefühle! Behalten Sie darüber die Macht; lassen Sie sich nicht von Ihren Gedanken und Gefühle überfluten.

Auch wenn das Gewohnte momentan aufgrund von Präventionsmaßnahmen „abgestellt wurde“, was bei vielen Menschen ein Gefühl (und Sie wissen Gefühle verzerren, lassen alles ganz groß erscheinen) von Ohnmacht und Hilflosigkeit erzeugt, haben Sie bei all diesen Gefühlen von Ohnmacht noch eine Teilmacht:

Sie bestimmen wie ihr Leben weiter gehen wird, können planen.

Sie können ihre Gefühle von Einsamkeit und Alleinsein lindern indem Sie sie teilen; sich anderen Menschen mitteilen.

Und Sie können Nähe neu definieren, für sich herausfinden, wie Sie die Nähe zu Menschen, die Ihnen lieb und wichtig sind nicht verlieren.

Ich möchte zwei Zitaten mit Ihnen teilen, die mir immer viel bedeuten:

„ Was würde das Kind von damals zu dem Erwachsenen sagen, der Du heute bist?“ (Verfasser unbekannt)

„Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“ (Oscar Wilde)

Bleiben Sie sich und Ihrem Leben treu….



Zulassung einer einzigen diabetologischen Schwerpunktpraxis in Dorsten

wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, seit dem 1.7.2019 hat die mit MVZs kooperierende fachinternistische Praxis Alfred Glowania die Zulassung als Diabetologische Schwerpunktepraxis erhalten.


Aktuelles Kursangebot:
– "Einfach leicht"- Leichter werden durch Entlastungstage

3 Schulungseinheiten:
Im Facharztzentrum Südwall 15, 46282 Dorsten
Schulungsraum, Erdgeschoß, Räume der internistische Praxis A. Glowania, Teilnahmegebühren 99€ inkl. Schulungsmaterial, Anmeldungen ab sofort unter 02362 201160, die Kurseiterin Ernährungsberaterin Frau Nicole Goldack ist unter dieser Tel.Nr. Montags bis Mittwochs zu erreichen.
 



Vorankündigung

Der große Adipositaskurs wird in Kürze starten

Die ganzheitliche Behandlung der Problematik Adipositas wird sowohl gesunde Ernährung wie Bewegung und die Psyche mit einbeziehen.                           Weitere Infos folgen.







Gesundheitsführer für Dorsten, Schermbeck und Bottrop-Kirchhellen

Als eine besonders nützliche Hilfe auf der Suche nach Leistungserbringern in Sachen Gesundheit hat das MVZ einen Gesundheitsführer als Printausgabe in der Auflage 40.000 Exemplare herausgegeben. Die Webversion heißt dorstengesund.de. Schauen Sie nach wertvollen Informationen wie Verzeichnisse, Gesundheitstipps, Notdienstinfos und anderen!